bezirksliga 2025/2026
| Termine Bezirksliga 2025/2026 | ||||
| 07.09.2025 | SF Schüren | - | SC Hansa Dortmund II | 1,5 : 6,5 |
| 28.09.2025 | FS 98 Dortmund III | - | SF Schüren | 5,5 : 2,5 |
| 30.11.2025 | SF Schüren | - | SF Brackel VI | 3,5 : 4,5 |
| 11.01.2026 | SV Rochade Eving II | - | SF Schüren | 5,5 : 2,5 |
| 01.02.2026 | SF Schüren | - | Dortmunder SV 1875 III | 3,0 : 5,0 |
| 22.02.2026 | Dortmunder SV 1875 IV | - | SF Schüren | |
| 15.03.2026 | SF Schüren | - | SU Huckarde-Westerfilde II | |
| 19.04.2026 | SF Lünen II | - | SF Schüren | |
7. Spieltag am 22.02.2026
| Dortmunder SV 4 | 3.0 : 5.0 | Schachfreunde Schüren 1 | |||
| 1 | Carnein,Oliver | 1572 | 0 - 1 | Grönke,Klaus | 1846 |
| 2 | Gutt,Sebastian | 1551 | 0 - 1 | Becker,Volker | 1759 |
| 3 | Choudhary,Ankur | 1362 | 0 - 1 | Morgenroth,Hubertus | 1631 |
| 4 | Kaß,Ulrich | 1457 | 0 - 1 | Meyer,Sebastian | 1662 |
| 5 | Dainat,Hasso | 1432 | 1 - 0 | Knippfeld,Reinhold | 1528 |
| 6 | Nolte,Klaus | 1485 | 0.5 - 0.5 | Meyer,Daniel | 1444 |
| 7 | Chadt-Rausch,Ralf | 1494 | 1 - 0 | Stolz,Tristan | 1260 |
| 8 | Müller,Gerd Reiner | 1344 | 0.5 - 0.5 | Kree,Henry | |
Im Kellerduelle gegen DSV 4 brauchten wir im Abstiegskampf unbedingt einen Sieg.
Doch recht schnell schien sich eine Katastrophe anzubahnen.Tristan Stolz war mit seiner Dame ins feindliche Königslager vorgedrungen. Seine Stellung sah sehr vielversprechend aus und er konnte den gegnerischen König bis in die Brettmitte jagen.
Doch dann hat er sich irgendwie verzettelt und schließlich verloren.
Am 8. Brett stand Henry Kree total auf Verlust (mehr hierzu später).
In dieser Situation erhielt Reinhold Knippfeld ein Remisangebot seines Gegners. Er beriet sich kurz mit Klaus Grönke, unserem Mannschaftsführer.
Dieser riet ihm angesichts unseres Rückstands, weiterzuspielen.
Doch schließlich verlor Reinhold.
Beim Stand von 0,0:2,0 schlugen wir jedoch an den Spitzenbrettern zurück.
Zuerst gewann Hubertus Morgenroth recht sicher. Nachdem er einen Bauern erobert hatte, stand er deutlich besser.
Im weiteren Verlauf gewann er mit einer Doppeldrohung zusätzlich einen Turm und das Endergebnis stand fest.
Morgenroth, Hubertus - Choudhary, Ankur
Weiß am Zug spielte
24. Df4
und entschied damit die Partie sofort.
Es droht
25. Dxf7 nebst matt
und auch
24. Dxd6 mit Turmgewinn.
Schwarz kann nicht beide Drohungen abwenden und verliert den Turm.

Klaus Grönke spielte eine strategisch saubere Partie.
Zuerst eroberte er das Läuferpaar für sich, anschließend offene Linien für seine Türme.
Die generischen Figuren wurden immer weiter zurückgedrängt und schließlich gewann eine kleine Taktik entscheidendes Material, worauf sein Kontrahent sofort aufgab.
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Grönke, Klaus - Carnein, Oliver
Weiß hat soeben
27. Lc5
gespielt und greift den Se7 zweimal an.
Schwarz spielte
27. … Tac8 und verlor nach
28. Txe7 den Springer, da
28. … Txc5 an 29. Txe8 scheitert.
Besser war
27. … Sc8
aber diese Stellung bewertet die Engine trotz ausgeglichenem Material mit +5,88 zugunsten von Weiß.
Volker Becker konnte nach ausgeglichenem Mittelspiel einen Bauernsturm am Damenflügel initiieren. Durch einen Turmtausch erreichte er dann ein Endspiel, in dem diese Bauern eine ewige Gefahr waren.
Zum Schluss befand sich der DSVer in einer Zugzwangsituation und gab wenig später auf.
 (1).jpg)
Gutt, Sebastian – Becker, Volker
Schwarz hat soeben stark
40. … Sd6-c4 gespielt.
Nun ist jeder weiße Zug schlecht
41. Kxc4 c2 (nebst c1D)
41. Lf1 c2 42. Kxc2 Se3+ (nebst Sxf1)
41. Kc2 Se3+ (nebst Sxf1)
41. a4 Sb2+ (nebst Sxa4)
41. f4+ (die Partiefortsetzung)
Kxf4 und Weiß gab auf
Nun führten wir auf einmal mit 3,0 : 2,0 und auch die Partie von Sebastian Meyer sah hoffnungsvoll aus.
Er konnte im Endspiel einen Bauern gewinnen und dies dann recht deutlich die Partie für sich entscheiden.
Beim Stand von 4,0 : 2,0 fehlte also noch ein Remis zum Mannschaftssieg.
Dieses holte dann Daniel Meyer.
Er hatte im Mittelspiel eine Qualität gewonnen, doch es war noch viel Holz auf dem Brett und die Situation war nicht so klar.
Den Spielstand im Blick bot er Remis an, was sein Gegner erstaunlicherweise sofort annahm.
Der Mannschaftskampf war somit gewonnen.
Blieb noch die erstaunliche Partie von Henry Kree. Er hatte in der Eröffnung eine Leichtfigur für zwei Königsbauern geopfert.
Doch dann übersah er eine Mattdrohung, was eine weitere Leichtfigur kostete.
Mit einem Minus von zwei Leichtfiguren für inzwischen nur noch einen Bauern hatten wir die Partie schon abgeschrieben.
Doch der Gegner verlor plötzlich vollkommen den Faden. Martin zeigte nun seinen Kampfeswillen gewann eine Figur zurück.
Schließlich stellte er mit seinen beiden Türmen eine Dauerschachdrohung auf und sein Gegner willigte spontan ins Remis ein, ohne exakt durchzurechnen, ob er dem Dauerschach entkommen könne.
Endstand somit 5,0 : 3,0 und wieder etwas Hoffnung im Abstiegskampf.
6. Spieltag am 01.02.2026
| Schachfreunde Schüren 1 | 3.0 : 5.0 | Dortmunder SV 3 | |||
| 1 | Meyer,Thomas | 1705 | 1 - 0 | Loshaj,Jon | 1636 |
| 2 | Becker,Volker | 1759 | 0 - 1 | Gröning,Uwe | 1622 |
| 3 | Morgenroth,Hubertus | 1631 | 0 - 1 | Xu,Dehn | 1607 |
| 4 | Meyer,Sebastian | 1662 | 0 - 1 | Ackermann,Daniel | 1597 |
| 5 | Knippfeld,Reinhold | 1528 | 0 - 1 | Reineke,Tobias | 1566 |
| 6 | Abke,Manfred | 1384 | 1 - 0 | Weimer,Alexander | 1534 |
| 7 | Meyer,Daniel | 1444 | 0.5 - 0.5 | Jelisavac,Nenad | 1267 |
| 8 | Kree,Henry | 0.5 - 0.5 | Eschmann,Heike | 1485 | |
Der Mannschaftskampf ging erwartungsvoll für uns los.

Manfred Abke beendete seine Partie als Erster mit einem deutlichen Sieg.
Schon frühzeitig hatte er eine Qualität und kurz darauf eine Leichtfigur gewonnen.
Als schließlich durch eine Minikombination eine weitere Leichtfigur verloren ging,
gab sein Gegner auf.
Abke, Manfred - Weimer, AlexanderHier gewinnt Manfred in Gewinnstellung eine weitere Figur.
Nach
23. Tdxd6
verliert Schwarz entweder die Dame oder die Leichtfigur, da auf
23. … cxd6
24. Tc7
folgt.

Durch einen groben strategischen Fehler stand Volker Becker schon nach der
Eröffnungsphase unter ständigem Druck.
Aus seiner eingeengten Stellung konnte er sich nicht mehr befreien und verlor deutlich.
Becker, Volker - Gröning, Uwe
Hier ist Weiß am Zug und sein weißer Läufer ist angegriffen.
Hier muss Weiß passiv
14. Le2-d1
spielen und später den lästigen Se4 mit c2-c3 vertreiben.
Stattdessen spielte er
14. Sxd4 cxd4
15. Sd5 Sxd5
16. exd5
und Schwarz hat starken Druck auf der halboffenen c-Linie in Verbindung mit dem Bauern d4.
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Reinhold Knippfeld war von der Eröffnung seines Kontrahenten so überrascht, dass er bereits im dritten Zug einen groben strategischen Fehler machte.
Sein Gegner bekam riesigen Raum-/ und Entwicklungsvorteil und gewann relativ leicht.
Reineke,Tobias - Knippfeld,Reinhold - Hier spielte Reinhold
3. … Sc6?
und nach
4. fxe5 Sxe5
5. d4 Sc6
6. e5 Sg8
war die Partie im höheren Sinn bereits verloren
Der Gegner von Sebastian Meyer spielte eine schöne Angriffspartie und scheute dabei auch keine Opfer.
Als Sebastian eine Mattdrohung zu spät erkannte, konnte der DSVer einen weiteren Turm in den Angriff einschalten und danach schnell gewinnen.
Meyer, Sebastian - Ackermann, Daniel
Nach
20. Sxe5? (besser Sh4) Txe5!
ist der Turm tabu, da nach
21. Dxe5? Dh3
das Matt kaum zu verhindern ist.
Allerdings hätte man sich dies nach
22. f3
noch zeigen lassen können.
Nach dem gespielten
21. De3 Tg5
bricht die weiße Stellung schnell zusammen
.
Zwischenstand 1,0 : 3,0
Etwas Hoffnung keimte wieder bei uns auf, als Hubertus Morgenroth in einer wilden Partieeine Leitfigur für zwei Bauern gewonnen hatte.
Hubertus stand ganz klar auf Gewinn, stellte dann aber einzügig eine Figur und
damit auch die Partie ein.
Xu,Dehn - Morgenroth,HubertusHier gewinnt mit Schwarz fast jeder Zug.
Am eindrucksvollsten ist
28. … Sh3
aber auch
28. … Te6
oder
28 … Tf8
gewinnen sicher.
Hubertus spielte jedoch
28. … Dd4??
und nach
29. Dxc6 Dxf2
30. Dxe8+
hat Schwarz ein total hoffnungsloses Endspiel mit zwei Minusbauern.
Nun war der Mannschaftskampf beim Zwischenstand von 1,0 : 4,0 praktisch entschieden.
Daniel Meyer geriet mit einem rückständigen c-Bauern schon frühzeitig unter Druck.
Dass er das entstandene Turmendspiel dank starker Mithilfe seines Gegners noch ins Remis abwickeln konnte, grenzt an ein Wunder.
Jelisavac, Nenad – Meyer, Daniel
Hier gewinnt Weiß am Zug sofort mit
47. a6 Tb8
48. a7 Ta8
49. b4 usw.
Stattdessen spielte er
47. Tb1,
was immer noch gewinnt.
Aber auch in den folgenden Zügen verzichtet er auf a6, so dass Daniel seinen König zur Rettung zum Damenflügel überführen konnte.
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Die Partie von Henry Kree war während der gesamten Spielzeit immer relativ ausgeglichen, da keine Partei grobe Fehler machte.
Bei minimalen Nachteil gelang es Henry, in eine Endspiel abzuwickeln,
was den optischen Eindruck machte, dass er auf Sieg spielen könne.
Doch es war in allen Varianten, was auch die nachträgliche Kurzanalyse ergab
sowie auch von der engine bestätigt wird, Remis.
Eschmann, Heike – Kree, HenryHier vermutet man mit Weiß am Zug vergeblich, dass es irgendeinen Gewinnweg gibt.
Zum Beispiel nach den gespielten
53. e4 h4
54. gxh4 Kxh4
55. Sf5 Kh3
gibt Weiß später den Springer für den g-Bauern, aber der schwarze König kommt danach immer noch gerade rechtzeitig zur Verteidigung zurück.
Eine sehr saubere Partie spielte Thomas Meyer am Spitzenbrett. Als sein Kontrahent seine Figuren am Königsflügel zum Königsangriff,
der nichts einbrachte, positioniert hatte, schlug er am Damenflügel zurück.
Er kam klar in Vorteil und die Stellung sah einfach gewonnen aus,
allerdings hatte der Gegner noch einige Verteidigungsressourcen.
Doch Thomas spielte eine ganze Serie genauer Züge, was auch die engine bestätigt
und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
Loshaj, Jon – Meyer, Thomas
17. … a3!
ist bereits der Gewinnzug
18. axb3 axb2
19. Tb1 Dxc3+
20. Kd1 Ta1
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Loshaj, Jon – Meyer, Thomas
und so geht es weiter
21 Ld3 (erzwungen) La6!
22. Se2 Dxb3+
23 Kd2 Db4+
24. Sc3 Ta3!
25. Sfd1 Dxd4
Erst jetzt ist der Widerstand gebrochen, da zumindest Figurenverlust unvermeidlich ist.
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Endstand 3,0 : 5,0
Nach dieser Niederlage sind wir nun alleiniger Tabellenletzter, da DSV 4 überraschend gepunktet hat.
Um noch eine geringe Chance auf den Klassenerhalt zu haben, müssen wir zwingend den nächsten Kampf gegen DSV 4 gewinnen.
Also optimistisch gedacht, es kann nur besser werden!
5. Spieltag am 11.01.2026
| SV Rochade Eving 2 | 5.5 : 2.5 | Schachfreunde Schüren 1 | |||
| 1 | Dvorsky,Radovan | 1794 | 0.5 - 0.5 | Meyer,Thomas | 1705 |
| 2 | Nathe,Nico | 1651 | 1 - 0 | Becker,Volker | 1759 |
| 3 | Fietz,Udo | 1588 | 0 - 1 | Meyer,Sebastian | 1662 |
| 4 | Pahne,Dirk | 1918 | 0.5 - 0.5 | Knippfeld,Reinhold | 1528 |
| 5 | Vollenberg,Jörg | 1509 | 1 - 0 | Abke,Manfred | 1384 |
| 6 | Hoidis,Paul | 1450 | 1 - 0 | Meyer,Daniel | 1444 |
| 7 | Große Siestrup,Paul | 1497 | 1 - 0 | Stolz,Tristan | 1260 |
| 8 | Techen,Reinhold | 1336 | 0.5 - 0.5 | Kree,Henry | |
4. Spieltag am 30.11.2025
| Schachfreunde Schüren 1 | 3.5 : 4.5 | SF Brackel 6 | |||
| 1 | Grönke,Klaus | 1846 | -/+ | Goldschmidt,Christian | 2181 |
| 2 | Meyer,Thomas | 1705 | 0 - 1 | Luccone,Constantin | 1587 |
| 3 | Becker,Volker | 1759 | 1 - 0 | Draxler,Henning | 1537 |
| 4 | Morgenroth,Hubertus | 1631 | 1 - 0 | Mertens,Dominik Alexander | 1635 |
| 5 | Meyer,Sebastian | 1662 | 0.5 - 0.5 | Libert,Nick | 1524 |
| 6 | Knippfeld,Reinhold | 1528 | 0.5 - 0.5 | Seling,Simon | 1440 |
| 7 | Meyer,Daniel | 1444 | 0.5 - 0.5 | Hendler,Maximilian | 1342 |
| 8 | Stolz,Tristan | 1260 | 0 - 1 | Hendler,Felicitas | 1290 |
Dieses Jahr ist es wie verteufelt. Erneut mussten wir stark ersatzgeschwächt antreten und zwei kurzfristige Absagen konnten wir nur teilweise kompensieren, sodass wir nur mit sieben Spielern antreten konnten.
Folglich lagen wir schon zu Beginn mit 0:1 hinten.
Schnell vergrößerte sich durch die Niederlage von Tristan Stolz am achten Brett der Rückstand. Seine Gegnerin, die 11-jährige Felicitas Hendler, ist eine der besten deutschen Spielerinnen ihrer Altersklasse. Sie vertrat sogar schon die deutschen Farben bei der Jugendweltmeisterschaft U8-U12 2022 in Batumi (Georgien).
Gegen Tristan spielte sie eine wunderbare Angriffspartie und gewann schon nach 21 Zügen.
STOLZ, TRISTAN – HENDLER, FELICITAS
Hier übersah Tristan, was drohte.
Nach
13. Le2? (besser 13. b3)
gewinnt das schöne
13. … Sb4! auf der Stelle.
Das Beste für Schwarz ist noch der Qualitäts- und Bauernverlust
14. axb4 Lxb4+ (Zwischenzug)
15. Sd2 Dxa1
mit klarer Gewinnstellung.
Will Weiß wie in der Partie den Qualitätsverlust verhindern, gewinnt das Springerschach auf c2 ebenfalls mindestens die Qualität.
Ein interessanter Kampf der Generation spielte sich am sechsten Brett ab. Unser Vereinsvorsitzender Reinhold Knippfeld spielte gegen seinen 14-jährigen Enkel Simon Seling, der bei uns auch passives Mitglied ist, aber aktiv für Brackel spielt.
Wie es überall üblich sein sollte, tut man sich in der Familie nicht weh und die beiden einigten sich schon nach 13 Zügen in ausgeglichener Stellung auf Remis.

KNIPPFELD, REINHOLD – SELING, SIMON
Hier die ausgeglichene Schlussstellung, die aus einer italienischen Eröffnung entstanden ist.
Ein unspektakuläres Remis spielte Daniel Meyer gegen Maximilian Hendler, dem 12-jährigen Bruder von Felicitas und ein sehr aktiver junger Nachwuchsspieler im deutschen Jugendschach. Nach 10 Zügen Theorie in der sizilianischen Verteidigung war die Partie jederzeit total ausgeglichen und man einigte sich im 24. Zug friedlich. Allerdings war die Schlussstellung sehr komplex und hatte für beide Seiten noch Gewinnpotential.
HENDLER, MAXIMILIAN - MEYER, DANIEL
Hier die Schlussstellung mit Weiß am Zug.
Laut engine ist die Stellung zwar sogar bei fast allen weißen Zügen total ausgeglichen, doch das sieht man ihr nicht an.
Nun lagen wir bereits mit 1,0 : 3,0 in Rückstand, doch etwas Hoffnung keimte durch die Partie von Hubertus Morgenroth auf.
Sein Gegner hatte im 13. Zug einen Blackout und übersah einen einfachen Figurenverlust.
Zwar kämpfte er noch geschickt weiter, doch letztendlich für eine verlorene Sache und Hubertus fuhr den vollen Punkt sicher ein.

MORGENROTH, HUBERTUS – MERTENS, DOMINIK
Hier spielte Schwarz
13. 0-0??
und verlor nach
13 … Lxd7 ersatzlos eine Figur.
Damit war die Partie trotz weiterer tapferer Gegenwehr praktisch entschieden.
Nun stand es nur noch 2,0 : 3,0.
Etwas Glück hatte Sebastian Meyer bei seinem Remis gegen seinen 13-jährigen Gegner.
Nachdem der Brackeler einen Bauern gewonnen hatte, übersah er eine mit einem scheinbaren Figurenopfer verbundene Variante, die zu deutlicherem Vorteil geführt hätte.
Dies war aber in letzter Konsequenz nicht einfach zu berechnen.
Schließlich gewann Sebastian sogar den Bauern zurück und die Stellung war wieder ausgeglichen.
LIBERT NICK – MEYER, SEBASTIAN
Hier bringt
39. g6!
Weiß laut engine klar in Vorteil.
Der hängende Springer ist tabu
39. … Kxe4?
40. gxh7 Kxf3
41. h8D
und Schwarz hat zu wenig Material für die Dame.
39. … hxg6?
40. h7 Td8
41. Sg5
und Weiß gewinnt Material
39. … gxh6
(die zäheste Verteidigung)
40. Tf7 Td8
(40. … Kxe4 41. g7, 40. … Txf7
41. gxf7)
mit weiteren komplizierten Varianten
Zwischenstand 2,5:3,5 bei zwei noch laufenden Partien.
Volker Becker konnte seine Partie recht unspektakulär gewinnen.
Aus der Eröffnung hatte er leichte Vorteile und die klare Initiative.
Die vereinzelten gegnerischen Bauern waren ein ständiges Angriffsobjekt und dem 15-jährigen Brackeler blieb nur eine zähflüssige passive Verteidigung übrig.
Dies machte er zwar geschickt und stellte selbst sogar einige mit dem Motiv des Grundreihenmatts verbundene Drohungen auf.
Doch dies kostete viel Bedenkzeit und in höchster Zeitnot kamen schließlich die entscheidenden Fehler.

DRAXLER HENNING – BECKER, VOLKER
Die engine sieht in dieser aus der Eröffnung entstandenen Stellung Schwarz zwar nur minimal im Vorteil, doch die weiße Stellung ist schon schwierig.
Er kann kaum Gegenspiel entwickeln und muss sich ständig um seine vereinzelten Bauern kümmern.

Zwischenstand 3,5:3,5 und der Ausgang des Mannschaftkampfes hing nun von der letzten Partie zwischen Thomas Meyer und seinem 14-jährigen Gegner ab.
Mit einer extrem komplizierten Computervariante hätte er zwischenzeitlich klar in Vorteil kommen können, doch diese wäre in all ihren Abzweigungen sogar für einen Großmeister eine Herausforderung gewesen.
Danach übte Schwarz allerdings mit einem gefährlichen Freibauern auf der b-Linie starken Druck aus und hätte die Partie durch eine sehenswerte Kombination bereits frühzeitig entscheiden können.
Zwar verpasste es diese Chance, doch der Druck blieb stark und Thomas unterlief in bereits schwieriger Stellung der vorentscheidende Fehler.
Nun war der starke Freibauer nur noch mit starkem Materialverlust von der Umwandlung aufzuhalten und Thomas verlor in aussichtsloser Stellung auf Zeit.

MEYER, THOMAS – LUCCONE, CONSTANTIN
26. Sxb6!
und der weiße Turm ist tabu
26. … Lxc1?
27. Lxa4 Dg5
28. Dxb4
und Weiß hat zwei Leichtfiguren und einen Bauern für den Turm.
Allerdings sind die Varianten, die stattdessen nach
26. … Sxb6
zu weißem Vorteil führen sollen, extrem kompliziert und würden hier den Rahmen sprengen

MEYER, THOMAS – LUCCONE, CONSTANTIN
29. … Dxc4!!
hätte für Schwarz zu einem furiosen Finale geführt
30. dxc4 Sc3
und wegen der Grundreihenschwäche mit der Drohung
31. … Txd1+
ist die Dame nicht mehr zu retten
Stattdessen spielte Schwarz
29. ... Tb8

MEYER, THOMAS – LUCCONE, CONSTANTIN
Wenige Züge später spielte Thomas
32. Lf3?
und musste nach
32. … b3!
33. Db2 Sa4
33. Dxc3 b2
und der Bauer ist nicht aufzuhalten
34. Db1 b2
35. Ld1 Dxc4!! (ein spektakuläres Ende)
36. Dxc4 Sc3
die Segel streichen.
Stattdessen musste der Bauernvorstoss nach b2 unbedingt vermieden werden.
Weiß musste z.B. mit
32. Db3
den Bauern blockieren und abwarten, ob Schwarz die richtigen Züge findxet, um seinen Vorteil zu realisieren.
Damit war der Kampf entschieden und Brackel gewann mit 4,5 : 3,5.
Eine beeindruckende Leistung der extrem jungen Truppe aus Brackel.
Von ihren Spielern wird man in Zukunft sicherlich noch viel Positives hören.
Durch diese Niederlage befinden wir uns in höchster Abstiegsgefahr!!!.
Wenn es uns in den ausstehenden Kämpfen nicht gelingt, mal weniger ersatzgeschwächt und in voller Mannschaftsstärke anzutreten, spielen wir im nächsten Jahr in der Bezirksklasse.
2. Spieltag am 28.09.2025
| Brett | FS 98 Dortmund 3 | DWZ | 5.5 : 2.5 | SF Schüren | DWZ |
| 1 | Boldyriev,Mykhailo | 1688 | 0.5 - 0.5 | Grönke,Klaus | 1846 |
| 2 | Bommert,Christian | 1691 | 0 - 1 | Meyer,Thomas | 1705 |
| 3 | Rauschenbusch,Udo | 1539 | 0.5 - 0.5 | Becker,Volker | 1759 |
| 4 | Winkler,Otto | 1527 | 1 - 0 | Meyer,Sebastian | 1662 |
| 5 | Diaz Ortiz,Guillermo F. | 1495 | 0.5 - 0.5 | Knippfeld,Reinhold | 1528 |
| 6 | Howorka,Roland | 1492 | 1 - 0 | Meyer,Daniel | 1444 |
| 7 | Cömert,Alkan Baris | 1490 | 1 - 0 | Beliaev,Maksim | 1209 |
| 8 | Maghrbi,Bassam | 1337 | 1 - 0 | Stolz,Tristan | 1260 |
1. Spieltag am 28.09.2025
| Schachfreunde Schüren | 1.5 : 6.5 | SC Hansa Dortmund 2 | |||
| 1 | Grönke,Klaus | 1847 | 1 - 0 | Schäpers,Lars | 1851 |
| 2 | Becker,Volker | 1742 | 0 - 1 | Lin,Yi | 1872 |
| 3 | Morgenroth,Hubertus | 1631 | 0 - 1 | Majdpour,Pouya | 1771 |
| 4 | Knippfeld,Reinhold | 1532 | 0 - 1 | Goncalves Silva,Leo | 1576 |
| 5 | Abke,Manfred | 1393 | 0 - 1 | Reinacher,Detlev | 1481 |
| 6 | Meyer,Daniel | 1444 | -/+ | Acuna Ojeda,Santiago | 1349 |
| 7 | Beliaev,Maksim (P) | 1279 | 0.5 - 0.5 | Dommasch,Jan | 1341 |
| 8 | Höflich,Horst | 0 - 1 | Pennekamp,Christoph | 1365 | |
Leider erinnerte unser Saisonauftakt stark an die vergangene Saison.
Erneut traten wir nicht komplett an, lagen dadurch schon zu Spielbeginn 0:1 hinten. Außerdem waren wir erneut stark ersatzgeschwächt.
Einen gelungenen Einstand feierte Maksim Beliaev in seinem ersten Einsatz für Schüren. Er holte ein sicheres Remis und kam in der gesamten Partie nie in Verlustgefahr.
Horst Höflich kämpfte tapfer lange für eine verlorene Sache, nachdem er frühzeitig eine Qualität eingestellt hatte.
Nun lagen wir bereits 0,5 : 2,5 hinten
Danach flackerte allerdings etwas Hoffnung auf.
Klaus Grönke spielte am Spitzenbrett eine blitzsaubere Partie.
Schon nach 15 Zügen stand er mit Schwarz positionell deutlich besser und schon nach 21 Zügen gab sein Gegner auf.
Schäpers, Lars – Grönke, Klaus
Hier stellt Schwarz mit
19. … Lf8!!
eine tödliche Falle, und sein Gegner fällt darauf rein.
20. Dxe5? Dxe5
21. Sxe5 Lg7
und Weiß verliert einen Springer.
Auch nach
22. f4 Sxf4
ändert sich die Situation nicht.
Dies sollte allerdings unser letzter Punktgewinn sein.
Volker Becker geriet bereits im Mittelspiel unter starken Druck, da sein Gegner seine Figuren optimal in Stellung gebracht hatte.
Schließlich konnte er nur noch lange für eine verlorene Sache, ein Endspiel mit Minusbauer, kämpften und musste schließlich seinem Gegner zum verdienten Sieg gratulieren.
Becker, Volker – Lin, Yi
Nach
26. … Txd4
gewinnt Weiß zwar die zuvor geopferte Qualität mit
27. Sd5 (27. exd4?? Txe1)
zurück, doch nach
27. … cxd5
28. Lxd4 dxc4
behält Schwarz einen Mehrbauern
Hubertus Morgenroth spielte eine extrem seltene agressive Eröffnung im Damengambit (1d4 d5 2. c4 c5), die auch Österreichische Verteidigung genannt wird. Doch sein Gegner ließ sich nicht beirren und erhielt starken Entwicklungsvorteil.
Schließlich endete die Partie wie fast alle unsere Verlustpartien; wir kämpften tapfer für eine verlorene Sache.

Majdpour, Pouya – Morgenroth, Hubertus
11. …Dd8?
sieht stockfish 17 schon als den entscheidenden positionellen Fehler, von dem sich Schwarz während der gesamten Partie nicht mehr erholt.
11. … Sf6
mit Figurenentwicklung und gleichzeitigem Angriff auf den lästigen Springer Sd5 sowie den Bauern e4 war angesagt.
Der Mannschaftskampf war nun beim Stand von 1,5:4,5 schon entschieden.
Reinhold Knippfeld verpasste es leider, unsere Bilanz etwas aufzubessern.
Er hatte zwar schon einen Bauern verloren und stand im Bauernendspiel klar auf Verlust.
Doch ein einziger Fehler im Bauernendspiel kann die Situation total verändern.
Sein Gegner hatte sich verrechnet und den Gegenzug, mit dem sogar Weiß gewinnt, überhaupt nicht in Erwägung gezogen; leider Reinhold in Zeitnot auch nicht, so dass auch dieser Punkt an die Hanseaten ging.

Knippfeld, Reinhold - Goncalves Silva,Leo
Weiß hatte soeben
34. … f5?? (34. … f6 gewinnt)
gespielt.
Wie Klaus Grönke als Kiebitz sofort feststellte und auch die späteren Analysen ergaben, gewinnt Weiß nun zwingend nach
35. g5!!.
Für Schwarz gibt es in allen Varianten kein Durchkommen am Königsflügel.
Weiß holt sich den Bauern b5 ab und tempiert Schwarz dann am Damenflügel aus.
Weiß spielte jedoch
35. exf5
und verlor.
Die Partie von Manfred Abke lief zwar noch als letzte, doch auch sie war praktisch schon entschieden.
Im Mittelspiel hatte Manfred sich verrechnet und eine Figur eingebüßt.
Danach kämpfte er, wie viele von uns an diesem Nachmittag, für eine verlorene Sache.



